02.09.2017

So feiert man mit 65

Der Österreichische Seniorenbund feiert Geburtstag.

So feiert man mit 65

Manche von Ihnen haben den 65. Geburtstag schon hinter sich, andere sind gerade auf der „Zielgeraden“, wieder andere haben noch – mehr oder weniger – viel Zeit: Gemeint ist der 65. Geburtstag. 

Einen prominenten Jubilar kennen Sie: Es ist der Österreichische Seniorenbund. 

Das war Anlass für eine große Feier. Rund 600 Personen aus ganz Österreich kamen am Samstag zu der Großveranstaltung im Uniqa-Tower am Wiener Donaukanal. Unter den Dutzenden Ehrengästen konnte ich den Parteiobmann der neuen Volkspartei Sebastian Kurz sowie die Landesobmänner des Seniorenbundes begrüßen.

Die gelungene Feier bot mir eine gute Gelegenheit, gegenüber den anwesenden Gästen sowie den Medienvertretern die politischen Schwerpunkte des Österreichischen Seniorenbundes zu skizzieren. Es sind dies die Bereiche Wirtschaftsstandort, Sozialsystem und Sicherheit.

Das Wirtschaften erleichtern

Die Wirtschaft braucht mehr Luft zum Atmen. Dazu brauchen wir schlankere, finanziell leichtere und zukunftsfitte Organisationsformen sowie pfiffige Beschäftigungsprogramme – vor allem für ältere Arbeitnehmer.

Pflege und Betreuung im Fokus

Im Bereich Sozialpolitik ist mir der Themenkomplex Pflege und Betreuung ein echtes Herzensanliegen. Denn Pflege ist viel mehr als Altenbetreuung. Pflege ist unsere Pflicht der Aufbaugeneration gegenüber. Und Pflege ist ein Zeichen liebevoller Anerkennung. Daheim statt im Heim wollen mehr als 80 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher sein. Sie wollen in ihrer gewohnten, familiären Umgebung gepflegt werden. Von der künftigen Bundesregierung erwarte ich daher ein Gesamtkonzept für Pflege und Gesundheit mit einer Finanzierung aus einer Hand.

Sicherheit statt Unsicherheit

Unser Grundsatz lautet: Offene Herzen, ja! Offene Grenzen, nein! Wer vor Gewalt fliehen muss und eine neue Heimat sucht, dem muss man helfen. Wer aber aus rein wirtschaftlichem Kalkül kommt, wer seine Gewaltkultur nach Österreich nach Österreich importieren möchte, der hat hier absolut nichts verloren!

Zwei Kandidaten der Seniorinnen und Senioren im Parlament

Erstmals in der 65-jährigen Geschichte des Österreichischen Seniorenbundes werden wir zukünftig von zwei Mandataren, Polizei-General Karl Mahrer und TU-Professor Dr. Rudolf Taschner, im Parlament vertreten sein. Ich sehe das als ein klares Signal an eine derart erfahrungsreiche und zahlenstarke Personen- und Wählergruppe in Österreich.

Unserer bisherigen Seniorenkandidatin Mag. Gertrude Aubauer, die nicht mehr kandidieren will, möchte ich auf diesem Wege nochmals herzlich für die großartige Parlamentsarbeit der vergangenen zehn Jahre danken. Von den vielen Erfolgen möchte ich zwei besonders hervorheben: das Erwachsenenschutzgesetz und die Enquete „Würde am Ende des Lebens“. Als Abgeordnete beendet Gerti Aubauer Ihre Karriere, aber ich freue mich auf weitere gemeinsame Jahre mit Ihr als meine erste Stellvertreterin in unserer Organisation. 

Keine Zukunft ohne Senioren

Wir Seniorinnen und Senioren können uns glücklich schätzen: Wir werden nach Lebensjahren immer älter. Im Geiste und in unseren Gedanken aber immer jünger. Wir werden immer mehr. Aus alledem folgt: Wir werden immer aktiver und immer wichtiger. Und daraus folgt wieder: Wir reden überall mit. Und werden mehr und mehr gehört. Daher können wir immer mehr verändern.

Die Seniorenbund-Geburtstagsfeier war eine schöne Feier. Und es war eine Feier, mit der die zunehmende Wichtigkeit der älteren Generation in unserer Gesellschaft in beeindruckender Weise zur Schau gestellt wurde.

Eben eine Feier, wie man sie nur alle 65 Jahre begehen kann.

Mit den besten Grüßen

Ihre

Ingrid Korosec